Vom Verein zum weltweiten Label: Die Geschichte des V-Labels.
Shownotes
V-Label https://www.v-label.com/ch-de
Swissveg https://www.swissveg.ch/
Europäische Vegetarier Union (EVU) https://www.euroveg.eu/
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00:00:02: GoVegan für Tiere, Umwelt und Gesundheit.
00:00:06: Der Podcast von Swissveg.
00:00:10: Wer regelmäßig Pflanzig einkauft kennt sich ja das V-Label.
00:00:13: Es ist auf tausenden Produkten zu finden und gilt für alle als verlässliche Orientierung im Regal was die wenigsten wissen.
00:00:20: Das Label wurde von Swissweg initiiert Und hat sich von einem nationalen Projekt zum internationalen Netz wegentwickelt.
00:00:26: In dieser Folge sprechen wir über die Entstehung Die Struktur und die Herausforderungen hinter dem V-Label.
00:00:32: Wie kam es überhaupt dazu?
00:00:34: Wie funktioniert die Zusammenarbeit in über fünfzig Ländern und wie gelingt der Balancerakt zwischen klaren ethischen Ansprüchen, wirtschaftlicher Realität und Vertrauen der Konsumenten und Konsumentinnen.
00:00:44: Ich spreche heute mit Renato Fischler, Gründer des SysVegg- und des V-Levels.
00:00:48: Renato!
00:00:49: Du hast das Level mitgegründet – wie ist es überhaupt
00:00:52: dazugekommen?!
00:00:53: Ja, an den Jahr nineteen sechsund neunzig ist ein Supermarkt auf mich zugekommen Fleischalternativlinie einführen in der Schweiz, die erste in den Supermarkt.
00:01:02: Da habe ich gefragt, ob es ein Leben geben kann und wie man das dekorieren kann.
00:01:06: Dann habe ich mir das überlegt und rumgeschaut.
00:01:09: was gibt es alles?
00:01:10: Das Vaul mit Blatt war einigermaßen bekannt aber noch nicht genutzt für Überluchtendekorationen.
00:01:16: Ich habe mich zusammengesetzt mit dem Design, der dann aus dem V-Level das Geldbrünchen gemacht hat.
00:01:22: Das haben wir angeboten und daher ist es gestartet.
00:01:27: Viele sagen ja, das V-Lebe ist vielleicht auch nur ein Geschäftsmodell.
00:01:32: Wie entgegenst du im Vorwurf?
00:01:34: Man könnte es so sicher aufbauen aber nicht das Ziel.
00:01:37: Es war eigentlich immer das Ziel mehr in Dienstleistung zu sein und das vegane vegetarische Leben zu vereinfachen.
00:01:43: Und deshalb haben wir nie groß auf das geachtet sondern mehr auf die Verbreitung des möglichst vielen Produkten, dass V-Läben draufhaben.
00:01:50: Da hat's den größten Nutzen für alle!
00:01:52: Das hat zum Beispiel keine Umsatzbeteiligung oder solche Zusatzgebühren, wie es bei anderen Labels hat.
00:01:57: Und die Einnahmen fließen alle wieder direkt zurück ins Frau-Leber-Projekt, z.B.
00:02:03: für den Markenregistrierung.
00:02:04: Es gibt keinen Gewinn ausschütteln von der Frau-Labor-GmbH.
00:02:07: Da bleibt alles drin für das Projekt wieder zu reinvestieren.
00:02:11: Und manche fragen sich ja, warum kann denn nicht einfach jeder kostenlos einem das Leben benutzen?
00:02:16: Also warum steht es denn nicht frei zur Verfügung?
00:02:19: Wo liegen da die Probleme?
00:02:21: Was würde denn überhaupt passieren, wenn jeder Firma einfach das Leben nutzen könnte?
00:02:26: Ja dann wird es nicht kontrolliert und wir haben gemerkt bei uns im Kontroll natürlich dass viele Firmen nicht so genau wissen was heisst jetzt vegan oder vegetarisch.
00:02:35: Wenn da jeder das braucht ohne Kontrolle, dann ist es schlussendlich nicht mehr so wertvoll für den Endkonsumenten.
00:02:42: Weil er sich nicht darauf verlassen kann, dass es auch wirklich eine Aussagekraft hat.
00:02:45: Also deshalb braucht man eine seriöse Kontrolle und die seriösen Kontrolle gibt's halt auch nicht kostenlos weil wir müssen auch Leute dafür arbeiten.
00:02:52: Es ist sehr aufwendig alles zu kontrollieren und das muss halt finanziert werden.
00:02:57: Ja, das stimmt!
00:02:59: Das Vorleben ist ja heute eigentlich international bekannt oder etabliert besser gesagt.
00:03:05: Wie kam es denn dazu?
00:03:07: Ja, ich bin im Vorstand der Europäischen Vegetarunion und habe dann am Kongress der Europäischen Vegetarion das Projekt vorgestellt weil ich gesehen habe dass funktioniert gut in der Schweiz nach ein paar Jahren.
00:03:22: und dann habe ich gedacht das wäre auch etwas was andere Länder machen könnten und davon profitieren.
00:03:27: und da habe ich es allen vorgestellt dass die anderen Länder mit einsteigen dass möglichst viele Regionisationen von diesem Projekt profitieren können.
00:03:35: Und das sind dann im Laufe der Jahre immer mehr dazugekommen, die ihren Land die Kontrollen gemacht haben.
00:03:41: Also wie es halt in der Schweiz üblich ist mit dem Subsidiaritätsprinzip, dass jeder vor Ort das macht was vor Ort am meisten Sinn macht und nicht alles zentral als schwarz geregelt wird, haben wir also zentrale aufgebaut.
00:03:54: Und welche Rolle spielt denn Swissvec in einem ganzen internationalen Netzwerk jetzt?
00:03:59: Wie ist ein Gemeindistruktur überhaupt aufgebaut?
00:04:02: Wir haben sehr viele Partner, mittlerweile über dreißig in aller Welt.
00:04:06: Und wir sprechen über fünfzig Sprachen, dass man eben lokal die Zertifizierung machen kann.
00:04:13: Das war mir von Anfang an wichtig, weil ich gesehen habe, dass gerade im Produktionsstätten nicht überall Englisch gesprochen wird und auch nicht überall Deutsch natürlich.
00:04:21: Deshalb ist es gut wenn man bei der Kontrolle in den Landesprachen kommunizieren kann, damit es möglichst keine Missverständnisse gibt und dass man auch die lokale Kultur kennt.
00:04:30: Deshalb haben wir überall in den Ländern lokale Partner, die unter Vertrag stehen jetzt mit der Zentrale.
00:04:35: Die Swissweg ist eigentlich für die Schweiz zuständig aber auch für die Länder, wo es kein lokaler Partner gibt.
00:04:42: Und sehr viel läuft natürlich über das Swissweg Aber mittlerweile ist alles dezentralisiert.
00:04:48: Das heisst zum Beispiel werden nach der Richtlinie am grösseren Gremium ausdiskutiert.
00:04:54: Was soll jetzt vegan heißen?
00:04:57: Es ist alles eigentlich international abgestützt.
00:05:00: Zwissweg ist halt historisch immer noch ein Zentrum von Ganzen und ich habe es auch von anderen Ländern gehört, dass das eigentlich auch ein Vorteil ist weil die Schweiz ja als neutral gilt und als seriös und zuverlässig und wenn das natürlich mit dem V-Lebe verbunden wird also sicher positiv für andere Länder.
00:05:20: Das V-Läbe sind über fünfzig Ländern vertreten mit mehr als dreißig Partnerorganisationen und über dreißige Sprachen.
00:05:26: Österreich schloss sich Zwei-Tausendzwei an.
00:05:28: Zwischen zwei-tausend acht und zweitausend elf folgten weitere europäische Länder, zwei-tauendzehn dann die Expansion in die USA und nach der Lateinamerika.
00:05:37: Zwei tausendzwanzig folgte Afrika, zwanzigzweiundzwanzigg Asien und seit zwei Tausendfünfundzwandzig nun auch Australien.
00:05:44: Heute ist das Level sozusagen auf allen Kontinenten präsent.
00:05:48: Warum setzt ihr trotz der großen Koordinationsanforderungen auf eine dezentrale Struktur?
00:05:53: Für uns wäre es natürlich einfacher zu machen, alles über die Swiss weg und weltweit wird alles jetzt zertifiziert.
00:05:58: Aber ich glaube für das Label wär's nicht optimal.
00:06:01: Das Label hat sich auch durchgesetzt weil eben lokale Partner lokal fürs V-Leben in ihrem Land werben und so dass sie natürlich auch dort etablieren in der Community aber auch außerhalb und weil die ja auch viel besser dann direkt im Kontakt finden können mit den Lokalproduzenten.
00:06:17: Das hat schon sehr große Vorteile und wie ich schon gesagt habe finde selber besser und seriöser, wenn man vor Ort ist und wirklich auch mal die Firmen besuchen kann.
00:06:28: Auch wenn wir mit externen Auditunternehmen zusammenarbeiten, ist der persönliche Kontakt doch noch richtig wichtig.
00:06:34: Und das denke ich wiegt die Nachteile auf.
00:06:37: Deshalb der Koordinationsaufwand natürlich schon enorm ist mit so vielen Ländern.
00:06:41: aber bis jetzt haben wir es eigentlich gut im Griff bekommen.
00:06:45: Das ist gut ja?
00:06:46: Also ich denke dass bekommt man noch mit, dass das Vorleben eigentlich sehr gut ankommt bei allen.
00:06:50: Da kommen wir auch zum nächsten Punkt.
00:06:52: Das Leben bewegt sich sozusagen auch zwischen dem ethischen Anspruch, aber auch der wirtschaftlichen Realität und den Erwartungen der Konsumenten und Konsumentinnen.
00:07:02: Wie erlebst du das Spannungsfeld persönlich?
00:07:05: Und gibt es da auch Kritik aus der veganen Szene?
00:07:08: Ja, Kritik gibt's überall!
00:07:10: Aber ich denke die Vorteile sind eigentlich für alle Beteiligten sehr groß, wenn die Konsumentin profitieren von einfachem Dekoration.
00:07:18: Ich finde die Produkte viel schneller.
00:07:20: diese Suchen.
00:07:21: Für die Produzenten ist auch ein Vorteil, weil sie natürlich eine Garantie haben, dass es richtig dekoriert ist.
00:07:28: Auch wenn Sie selber nicht vom Fach sind und nicht selber begannen leben zum Beispiel können Sie aufs V-Lebel auf die externen Kontrolle verlassen.
00:07:35: das ist auch günstiger als wenn Sie Fachexperten intern ausbilden müssten.
00:07:38: Und für die Veganenszene ist es sowieso ein Vorteil.
00:07:41: Aber natürlich gibt's auch Kritik, zum Beispiel dass wir halt ein veganes und ein vegetarisches Label haben, also zwei verschiedene Varianten.
00:07:49: Ich finde für das Frau-Label aber auch in der ganzen Szene hat das auch Vorteile.
00:07:54: Einerseits wenn ich jemand unbedingt nur vegan leben will, hat er natürlich einen Vorteil, wenn er ein vegetarisches Label sei, weil er sieht dann, dass es nicht vegan ist.
00:08:02: Wir haben dann zusätzlich den Kontakt zu diesen Firmen, die noch keine Veganen herrschen.
00:08:07: Produkte herstellen, dass wir mit denen schon Kontakt aufnehmen können und die vielleicht noch begleiten zu veganen Produkten.
00:08:14: Was haben wir da auch in einer Schnittstelle, die wir sonst nicht hätten?
00:08:17: Dann wäre eigentlich gar nicht so gross geworden das Frau-Lebel wenn wir nur vegane Verstückte zertifiziert hatten.
00:08:23: Stimmt ja.
00:08:24: Und wo ist es aktuell die größten Gefahren für das Frauen-Lebe?
00:08:28: Das ist eigentlich bei jedem Label, dass irgendwo viele passieren.
00:08:31: Es wird natürlich vermeiden versuchen.
00:08:34: Vielleicht dass es irgendwann keine veganen Produkte mehr geben würden, aber das glaube ich eher nicht.
00:08:39: Also von dem her ist vielleicht das andere extreme, dass es nur noch vegane Produkte gibt und braucht das Fälle auch nicht mehr, aber dann wäre mir sehr erfolgreich gewesen, dann ist es eigentlich auch ein Erfolg.
00:08:49: Aber grundsätzlich ist das größere Problem natürlich immer irgendwelche Fehler, wenn man durch dezentral organisiert ist, müssen wir immer schauen, dass alle die zertifizierend gut geschult sind, alle nach den gleichen Richtlinien arbeiten, dass er öfter gemacht wird.
00:09:02: Wenn wir
00:09:04: jetzt nach dem Blick in die Zukunft werfen, denkst du es gibt noch irgendwo ungenutztes Potenzial für das V-Lebel?
00:09:10: Ja.
00:09:11: Das V-Label ist vor allem bei den Nahrungsmitteln sehr populär auch getränkt und hat mir sehr viel zertifiziert.
00:09:17: Kosmetik kann aber nicht so viel, da kann man sicherlich aufholen.
00:09:21: Und im Lombfuhlbereich gibt's auch ein großes Feld, das wir noch nicht ganz erobert haben.
00:09:27: Also es sind eben so Putzmittel zum Beispiel.
00:09:30: Die Reinigungsmittel sind ja zum Teil recht komplex zusammengesetzt Und bei Kosmetik auch mit den lateinischen Begriffen ist es nicht so sofort ersichtlich, was ist das Vegan und was nicht.
00:09:40: Dort wäre es sicher wertvoll, wenn noch mehr V-Label eingesetzt werden.
00:09:44: Und ja sonst in Zukunft – wir haben jetzt letztes Jahr gerade noch das V-Lebel für eine vegane Landwirtschaft lansiert, damit wir auch direkt landwirtschaftsbetriebe zertifizieren können, die ohne ... zum Beispiel tierische Fäkale, aber auch Schlachtabfälle wie ihre Produkte herstellen.
00:10:01: Das ist jetzt neu dazugekommen und das sich auch ein großes fällt.
00:10:05: Ja, das ist ja spannend!
00:10:06: Und darüber werden wir sicher auch in einer anderen Folge noch mal zu sprechen kommen.
00:10:11: In dieser Folge wurde deutlich dass hinter den bekannten Zeichen weit mehr steht als ein Logo auf Verpackungen.
00:10:16: Es geht um Standards, Kontrollen internationale Zusammenarbeit und um die Frage wie pflanzliche Produkte weltweit glaubwürdig gekennzeichnet werden können.
00:10:25: Renata, zum Abschluss noch eine Frage.
00:10:28: Wenn du heute noch einmal am Anfang stehen würdest ... Würdest du das V-Lebel gründen?
00:10:34: Auf jeden Fall!
00:10:35: Es hat eigentlich nur Vorteile... Wir sehen jetzt auch, dass natürlich die einzelnen Landesorganisationen davon sehr profitieren.
00:10:42: Es wurden sehr viele Professionelle.
00:10:44: Es gibt eine engere Zusammenarbeit nicht nur auf der V-Lable-Ebene wir haben ja auch regelmäßige physische Treffen international wo sich diese Organisation austauschen können.
00:10:53: Also es schweißt eigentlich die ganze Bewegung viel stärker zusammen als vorher.
00:10:56: Und das hat natürlich schon sehr viele auch positive Nebeneffekte außerhalb des Fraulebens selber.
00:11:02: Ja, ich danke dir auf jeden Fall viermals für den ersten Tag in der Geschichte und Entstehung des Frauenlebens!
00:11:08: Wenn euch diese Einblicke gefallen haben abonniert auf jeden fall unseren Podcast und teilt die Folge mit Menschen, die sich für die vegane Ernährung klare Standards und echte Veränderungen interessieren.
00:11:18: Vielen Dank und bis zur nächsten Folge GoVegan für Tiere, Umwelt und Gesundheit.
00:11:27: Der Podcast von Swissveg.
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